Kerala

04Nov2013

Strandfoto  Äffchen in Munnar Elefantenritt Elefanten füttern Vakalam Beach An den Backwaters Zugfahren Im Paradis Wasserfälle in Munnar Essen in Cochin Ein Hausboot wie unseres Mikesch der Chef Auf unserem Hausboot Unser Hausboot abend Beim Frühstück in Vakalam Rückfahrt CochinÄffchen in Munnar

Gods own land

02Nov2013

Etwas verspätet kommt nun endlich mal wieder ein Lebenszeichen
aus dem fernen Indien. Aber wie sagt man doch so schön: Besser spät,
als nie. Mittlerweile ist es jetzt schon fast einen ganzen Monat her,
als wir uns auf den Weg gemacht haben nach Kerala. Und ich kann euch
nur sagen, dass es schon ganz richtig ist, das man diesen schönen
Teil von Indien „Gods own land“ nennt. Definitiv ist das ein Teil
der Erde, den man gesehen haben sollte.

Unsere Reise haben wir am 5.10. angetreten und der Start war etwas
holprig und chaotisch. Die Zugfahrt kam uns wie eine Höllenfahrt zu
erst vor. Es ist leider etwas schwer zu beschreiben wie man dort
schläft, aber jeden falls ist es nicht sehr komfortabel. Man schläft
mit 8 Leuten in einem kleinen Abschnitt im Zug und es folgt Abschnitt
auf Abschnitt ohne jegliche Trennung der Räume. Kea und ich haben
ganz oben im dritten Stock geschlafen, während Mirjam, Tina und
Maria im zweiten Stock geschlafen haben. Leider gab es auch hier
keine wirkliche Absperrung, sodass man bei jedem Ruckeln dachte, dass
man vom Bett fällt. Nach 11 Stunden Zugfahrt sind wir dann endlich
in Cochin, im Süden von Kerala angekommen und wurden dort von einem
sehr netten Inder, Saleem, einem Freund von einem Freund, abgeholt.
Er hat uns dann in ein sehr nettes Cafe gebracht, wo wir dann auch
direkt festgestellt haben, dass Kerala sehr touristisch ist.

Wir haben den Tag auf einer Insel bei Cochin verbracht, auf die
wir mit einer Fähre gefahren sind und endlich konnten wir im Meer
schwimmen und haben uns natürlich auch alle erstmal etwas verbrannt.

Die drei Nächte in Cochin haben wir nicht wie gewöhnlich in
einem Hotel verbracht , sondern wir haben in einem Haus bei einer
Familie geschlafen, die Zimmer unter vermieten und es war richtig
schön dort und sie haben sich sehr um uns gekümmert.

Nach einer sehr erholsamen ersten Nacht haben wir uns dann am
zweiten Tag auf eine Shopping Tour begeben und ordentlich Geschenke
und Andenken eingekauft.

Am nächsten morgen wurden wir dann um 6:30 Uhr von einem Fahrer
abgeholt, der mit uns nach Munnar gefahren ist. Munnar ist ca. 6
Stunden von Cochin entfernt und ist ganz oben auf Bergen und dort
befinden sich ganz viele Teeplantagen und Spicegarden. Abgesehen von
einer unglaublichen Aussicht sind wir an Wasserfällen vorbeigefahren
und, man glaubt es kaum, ich habe einen Elefanten geritten und
gefüttert (das Highlight für mich vom ganzen Urlaub). Die Rückfahrt
war leider nicht ganz so angenehm, da es in Strömen geregnet hat und
wir die Berge runterfahren mussten und es Stockdunkel war.

Am nächsten Tag hat uns dann das nächste Highlight in Alapuza
erwartet. Wir hatten dort ein Hausboot ganz für uns alleine mit Koch
und weiteren Angestellten. Wir sind den ganzen Tag durch die
Backwaters gefahren und haben dann abends irgendwo im nirgendwo
angehalten und dort geschlafen. Einfach nur toll.

Als wir dann am 5 Tag wieder mit den Boot in Alapuza angekommen
sind haben wir uns auf den Weg nach Vakalam gemacht. Nach einer 3 ½
Stündigen Busfahrt sind wir dann dort angekommen. Wir sind an den
Black-Beach gefahren. Auch hier alles sehr touristisch. Aber an
schöne Orten zieht es nunmal die Menschen hin. Unser Hotel war
direkt am Strand. Der Strand war eher ungewöhnlich. Die Wellen waren
unheimlich hoch und eigentlich konnte man schlecht am Strand liegen,
weil dort direkt Klippen waren, aber wenn man damit leben konnte im
Wasser ab und zu zu liegen, konnte man es sich dort richtig gemütlich
machen. Am zweiten Tag in Vakalam haben Maria , Kea und ich uns dann
eine Massage gegönnt und abends haben wir bei einem leckeren Essen
uns eine Boys-Group Tanzshow angeguckt, die für uns eher
unterhaltsam war...

Leider mussten wir uns dann am nächsten Tag schon wieder auf
machen nach Thrivandrum. Dort sind wir mit dem Zug hingefahren und
mussten im Flur sitzen, weil der Zug so überfüllt war. Von dort aus
sind wir dann in den nördlichsten Teil unserer Reise gefahren, nach
Kovalam. Auch hier hat uns ein schöner touristischer Strand erwartet
an dem wir den ganzen Tag die Sonne genossen haben. Abends sind Kea
und ich dann noch auf einen Leuchtturm hoch gelaufen von dem aus man
eine fantastische Aussicht hatte.

Nach der letzten Nacht im Kerala mussten wir uns dann eher
widerwillig auf den Rückweg nach Chennai machen und vor uns lagen 16
Stunden Zugfahrt. Da wir ja aber wussten, was auf uns zukommen würde,
war es diesmal gar nicht mehr schlimm und wir haben die Nacht gut
überstanden. Ja und so sind wir dann am 14.10 wieder zurück in
Chennai angekommen. Ich war so deprimiert wieder zurück in dieser
dreckigen und lauten Stadt zu sein am Anfang, aber es nicht mal 2
Tage gedauert, da hatte ich mich auch schon wieder an all das hier
gewöhnt und der Alltag war wieder da...

Wenn ich jetzt auf die Tage in Kerala zurück blicke, glaube ich
hat uns der Urlaub richtig gut getan und es war eine sehr lustige und
erholsame Reise mit vielen neuen Eindrücken aus Indien.

Ja Indien ist sehr vielfältig...

Spaß am Leben

05Okt2013

Strand Mais - Sehr lecker Am Strand Unser Doppelbett für 5 Essen in Mamallapuram Tempelbild Uppps Das Strandhaus Strandhaus Das erste Mal schwimmen bei Nacht Auf den Straßen von Mamallapuram

Wie das Leben so geht

05Okt2013

Die schönsten Ausflüge sind ja meistens, die die man einfach
nicht geplant hat und einfach mal ganz spontan entscheidet. Da in
Chennai bei uns das meiste sowieso sehr spontan geschieht und wir
eigentlich nie wirklich was planen können und selbst wenn wir es
versuchen, unsere Pläne sowieso nie aufgehen, sind die Ausflüge,
die wir dann letzlich machen, bis jetzt immer ein voller Erfolg
gewesen. Bevor ich mich heute abend auf unseren ersten richtigen
(geplanten) Urlaub nach Kerala auf mache, wollte ich euch noch von
unserem letzten Wochenende und unserem gestrigen abend berichten.

Letztes Wochenende waren wir nämlich das erste mal wirklich raus
aus Chennai und waren in Mamallapuram. Ca. 60 km weit weg von Chennai
liegt dieser kleine Ort, direkt am Strand. Ein wirklich toller Ort.
Wir haben Mamallapuram leider erst sehr spät erreicht und da dort an
dem letzten Wochenende ein Surfevent war, mussten wir uns dann mit
dem zufrieden geben, was wir bekommen haben. So ist das nun mal in
Indien. 3 Stunden saßen wir auf gepackten Rucksäcken, bis wir dann
letztlich endlich los gefahren sind... Bekommen haben wir dann ein
relativ großes Zimmer, mit einem Doppelbett. Das Problem, wir waren
zu 5. Das Bett war zwar sehr sehr groß, aber letzlich musste Mirjam
dann doch auf dem Boden schlafen. Was tut man nicht alles für einen
kleinen Urlaub...

Schwimmen im Meer waren leider nicht, da auch an dem
Strandabschnitt wo wir waren die Menschen mit Anziehsachen ins Wasser
gegangen sind. Dafür aber haben wir jede menge kleine Shops
gefunden, in denen man sehr gut Schmuck einkaufen gehen kann =) und
werden uns nächstes mal an einen touristischeren Strandabschnitt
begeben, damit auch wir endlich mal ins Meer kommen...

Gestern hat es uns dann wieder in Richtung Mamallapuram getrieben
und auch das war eher eine kurzfristige Entscheidung, aber defintiv
eine gute, weil wir endlich schwimmen gehen konnten. Eine Freundin
von Freunden von uns hat eine Abschiedsfeier gegeben und anlässlich
dessen ein Haus mit Pool am Strand gemietet. Abgesehen davon, das wir
sehr nette Leute dort kennen gelernt haben, war es auch einfach toll
endlich mal wieder zu schwimmen.

Heute werden wir uns dann auf den Weg nach Kerala machen. Unser
Zug wird uns ca. 12 Stunden lag durch Indien in den Westen fahren
nach Cochin. Von da aus werden wir dann uns langsam immer weiter
runter begeben in den Süden von Kerala und von dort aus dann nach 8
Tagen wieder zurück nach Chennai fahren.

Wir sind schon alle sehr gespannt und aufgeregt, aber auch sicher,
dass wir dort eine tolle Zeit haben werden, in der bestimmt auch
nicht immer alles wie geplant laufen wird.

Neustes aus Chennai

05Okt2013

Unsere erste Kokusnuss So was wie Starbucks Bei der Arbeit Ausblick von der Bahn Der schönste Ort der Welt: Unser Dach BUSFAHREN PARTY Auf dem Weg nach Mamallapuram

Viele Tage, Sekunden und Stunden

01Okt2013

Wo bleiben die Stunden und Tage?

Die Zeit rast und irgendwie finde ich kaum Zeit für irgendwas,
aber trotzdem möchte ich natürlich nach über einem Monat, der
mittlerweile schon vergangen ist, euch versuchen auf den neusten
Stand zu bringen.

Die Eingewöhnungsphase scheint langsam vorbei zu gehen, wobei ich
trotzdem noch ganz und gar nicht sagen könnte, das Alltag bei uns
eingekehrt ist. Jeder Tag bringt immer wieder neue Überraschungen.
Leider musste ich auch fest stellen, das man sich wohl doch nicht so
ganz an die Hitze gewöhnt. Ich habe eher das Gefühl, dass es, als
ich dachte, ich hätte mich an die Hitze gewöhnt, einfach nur etwas
kälter war. Ich habe eher für mich entschieden, dass man sich
vielleicht nicht an die Hitze gewöhnt, aber an das Schwitzen. Und
man wird es kaum glauben, aber ich wünsche mir fast jeden Tag, einen
kalten Wintertag, an dem man halb erfroren nach Hause kommt, und sich
dort abends ins warme Bett kuschelt unter die Decke. Hier hab ich es
wieder aufgegeben unter der Decke zu liegen und Kea und ich haben
unsere Betten so verschoben, dass wir jetzt direkt neben einander
unter einem Ventilator schlafen...

Durch die ganze wärme fällt einem natürlich die Arbeit auch
noch viel schwerer. Ich laufe jeden morgen bis zu einer Stelle an der
mich der Schulvan einsammelt. 25 Minuten. Letztens mussten wir aber
feststellen, dass man eigentlich nur 1,8 km geht. Irgendwie komisch,
wieso man dafür so lange dann braucht, aber auch das liegt an der
Hitze. Und wenn ich dann 1 Stunde mit dem Van zur Schule gefahren
bin, dann bräuchte ich eigentlich eine kalte Dusche und neue
Anziehsachen. So also beginnt (meistens, wenn nicht wieder irgendein
Feiertag ist oder es regnet oder sonst was ist) ein normaler
Arbeitstag bei mir. Weiter geht es dann so gegen 10 Uhr wenn wir die
Schule erreichen. Dort wird dann erst mal mit allen Schülern
zusammen gebetet. Mama hat mich letztlich gefragt, zu welchem Gott
wir denn dort überhaupt beten. Und die Antwort lautet: Zu dem, zu
dem man möchte =).

Danach geht es dann weiter bis 11 Uhr mit einer kleinen
Sporteinheit, die immer sehr viel Spaß mit sich bringt, manchmal
aber auch echt anstrengend sein kann. Danach gehen die Schüler in
die drei verschiedenen Klassen, in die sie eingeteilt sind. Jeden Tag
gibt es dann was anderes. Darunter: Cleaning, Art, Drama... Um
viertel vor 1 gibt es dann Mittagessen. Danach variiert das Programm
auch, manchmal haben wir Klassen allen zusammen, wie zum Beispiel
Tanz oder Musik, manchmal aber gehen die Schüler wieder zurück in
ihre Klassen.

Ja danach, wird immer noch etwas aufgeräumt und ein Tee getrunken
und um 16 Uhr holt uns dann der Schulvan auch wieder ab.

Meine Mitarbeiterinnen in der Schule sind alle super. Ich habe
sehr junge Kolleginnen, die 21 sind mit denen ich mich natürlich
echt gut verstehe und die mir auch immer wieder versuchen etwas Tamil
bei zu bringen, was aber noch nicht so ganz gut gelingt. Ich habe
auch ältere Kolleginnen, die sich auch sehr gut um mich kümmern und
mir ganz viele Tipps geben, egal ob es ums Reisen geht oder um
irgendwelche Mückenstiche oder andere Fragen. Die Schüler sind mir
alle auch schon sehr ans Herz gewachsen. Da es nur an die 30 Schüler
sind, hab ich auch schon einen sehr gute Überblick, wobei es mir
manchmal doch noch schwer fällt alle Namen richtig auszusprechen und
alle richtig zuzuordnen. Aber das wird schon noch mit der Zeit
kommen.

Nach der Schule haben wir auch immer irgendetwas zu tun, sei es
ein Shopping Trip in die Express Avenue oder ein Ausflug zu Vodafon,
weil mal wieder unser Internet oder unser Handy nicht funktioniert,
oder sei es eine Wellnesstour zur Mani - oder Pediküre...

Wie man merkt fangen wir langsam an die Zeit hier in Chennai
wirklich zu genießen und haben jede menge Spaß.

Regen, Kühe und viel mehr

28Sept2013

Auf den Straßen von CHennai Bis zu den Knöcheln im Wasser stehen Nass werden bei dem ersten Mosun Regen Wie passt man am besten zu 5. in eine Rikscha? Unsere Einkaufsstraße Überall Kühe Bügeln aufm dem Bett

Die 12 Erkenntnisse

13Sept2013

 

Über zwei Wochen sind vergangen, und das Leben geht weiter. Wenn
es mir auch so vorkommt, als würde die Zeit rasen und ich denke,
dass ich gestern noch zu Hause saß am Tisch und mich von allen
verabschiedet habe, passiert doch auch so viel hier, dass man auch
denken könnte, ich wäre schon 1 ganzes Jahr hier. Jeden Tag
passieren uns irgendwelche neuen Dinge, manchmal witzige Sachen,
manchmal auch für uns sehr seltsame Dinge.

Zum Beispiel war am Montag ein Feiertag zu Ehren des Gottes
Ganesha (Elefanten-Gott). Seit Montag abend also, ist es hier ganz
üblich, dass mitten in der Nacht, so gegen 1 Uhr die Menschen auf
die Straße gehen, um sich von einem Mann (wahrscheinlich einem
Guru), der auf einem Podest sitzt und von Männern getragen wird,
segnen zu lassen. Falls man also zufällig mal bei all dem Autolärm
einschläft, wacht man dann also spätestens wieder auf durch
Trommeln, Flöten und Gesänge. Natürlich schafft man es dann auch
nicht ruhig im Bett zu bleiben, sondern man schnappt sich dann die
Kamera und geht auch raus. So was will man ja nicht verpassen. Ich
glaube allerdings, dass dieses Ritual bald vorbei sein wird. Und ich
bin schon ganz gespannt auf ein neues Ritual, was wir erleben dürfen.

In unserer Wohnung findet wir uns auch immer besser zurecht, auch
wenn wir immer wieder feststellen müssen, dass uns das Kochen doch
sehr schwer fällt für fünf Leute und das wir es nicht schaffen, so
zu kochen, dass wir auch am nächsten Tag noch etwas davon mit nehmen
können. Essen zu gehen ist doch irgendwie angenehmer...
An sich aber kommen wir gut zurecht, auch wenn unsere Wohnung
nicht alzu groß ist und wir zu fünft eng aneinander gekuschelt
leben, haben wir dadurch auch fünf kluge Köpfe und super tolle
Ideen zusammen. So fallen uns immer wieder neue Dinge ein um die
Ameisen los zu werden und grade zum Beispiel spannt Kea ein Seil über
ihr Bett, an dem Sie ihr Mückennetz befestigt und das Seil dient
gleichzeitig als Wäscheleine. Kea nennt uns jetzt die „Füchse“.

 

Leider gibt es viel zu viele Dinge, die ich euch allen so gerne
berichten würde, aber dann säße ich noch tage lang an meine
Bericht und deswegen habe ich mir eine gute Zusammenfassung überlegt
und werde euch jetzt von meinen 12 Erkenntnissen berichten.

  1. Ameisen sind überall und immer da und unsterblich

  2. Wenn es regnet gibt es regen frei (schade, dass es so was
    nicht in Deutschland gibt)

  3. Man passt mindestens zu fünft und mit Einkaufstüten in eine
    Rikscha

  4. Auch die Rikscha – Fahrer wissen meistens nicht den Weg

  5. Man muss die Bürokratie in Indien nicht verstehen

  6. Wenn es Mittagsessens Zeit ist, dann ist es auch
    Mittagsessens zeit, egal ob man eigentlich arbeiten muss und in
    einem Büro sitzt und 20 Leute Hilfe benötigen

  7. Ventilatoren bringen alles durcheinander

  8. Die Fragen „Wie geht’s?“ heißt hier „was hast du
    heute gegessen?“

  9. Hitze bedeutet nicht gleich schönes Wetter und Sonne

  10. Einfach immer weiter gehen, auch wenn man fast überfahren
    wird, ist die beste Möglichkeit überhaupt vorwärts zu kommen.

  11. Wenn der Strom ausfällt tut man einfach so, als wäre alles
    ganz normal, macht sein Handy licht an und kauft im Supermarkt
    weiter ein

  12. Man kann sich seine Haare auch selber schneiden

 

Mein neues zu Hause in Chennai

10Sept2013

2 Wochen sind jetzt schon vergangen in dem fremden Indien, Chennai und so langsam gewöhn ich mich immer mehr an die für uns doch sehr fremde Kultur und die fremden Lebensumstände. Trotzdem scheint mir Indien mehr und mehr zu gefallen und wahrscheinlich liegt das daran, dass ich am anfang vor lauter Heimweh, Liebeskummer und Kulturschock, das schöne gar nicht vernehmen konnte.

Als ich mit Kea und Maria hier in Chennai ankam, waren wir auf einiges gefasst und trotzdem waren wir alle drei schockiert über so einiges. Und auch ich, die immer von sich behauptet, dass sie sich an alles anpassen kann und eigentlich nichts wirklich schlimm sein kann, war schockiert und wollte im ersten Moment einfach nur wieder nach Hause. Ich kann bis heute nicht genau sagen, wieso und weshalb ich so schockiert war. Waren es die vielen fremden Menschen und Gesichter, die sich eng auf der Straße tummelten? Waren es die teilweise so alten Gebäude, direkt neben den so westlichen, modernen Gebäuden? War es der Dreck oder der Lärm? Oder war es einfach das erste Mal, dass ich wirklich realisiert habe, dass das nun mein zu Hause für 1 Jahr sein wird? Oder war es vielleicht einfach all das und noch viel mehr zusammen? Ich weiß es nicht. Sicher ist jedoch, dass es hier sehr anders ist als bei uns.

Nachdem wir dann zu unserem neuen zu Hause gebracht wurden, erwartete uns direkt der nächste Schock. Während sich die eine von uns eine schöne Wohnung vorstellte, in der schon etwas Obst für uns vorbereitet wäre, die andere auf ein ordentliches, gemütliches kleines neues Heim, erwartete uns etwas anderes. Eine sehr chaotische zurückgelassene Wohnung, mit vielen kleinen Mitbewohnern, wie Ameisen und Gekos. Einige von euch werden sich nun wahrscheinlich Fragen, wie es ausgesehen haben muss, sodass ich geschockt wurden konnte, weil ich ja nunmal doch sehr unordentlich bin, aber ja, dennoch ich war geschockt. Zum Glück hatten wir drei alle das verlangen es uns in diesem Jahr gemütlich zu machen und fingen dann gleich mit einigen Aufräum und Putzaktionen an, sodass es hier nun ziemlich wohnlich aussieht. Eine Matraze, die sich zwischen einer kaputten Gefriertruhe und einem Waschbecken befindet, darf ich ab nun mein neues Bett nennen und schlafe mit Kea im Eingangsflur unserer Wohnung. Maria nennt einen kleinen Raum ihr neues Zimmer ab nun, welches ich immer liebevoll Bunker nenne, da es keine Fenster besitzt. Mirjam und Tina, die seit Samstag hier sind bewohnen das Zimmer am Ender der Wohnung, einen größeren Bunker, bei dem sich auch unsere Toilette befindet. Zum Glück befinden sich in allen Zimmern Ventilatoren, auch wenn man das Gefühl hat, das diese nur die heiße Luft, gefühlte 60 Grad, durch den Raum wirbeln. Mitlerweile schlafen Kea und ich auch schon ohne Ventilatoren und manchmal sogar im Schlafsack. Man scheint sich also schnell an die Hitze zu gewöhnen.

Unsere Nachbarn und Straßenmitbwohner sind alle sehr freundlich und inzwischen grüßen uns alle auch immer schon sehr herzlich.

 Ich hoffe jetzt habt ihr erstmal einen kleinen Eindruck über mein neues Heim für das nächste Jahr.

Mein neues zu Hause

10Sept2013

Unsere Straße in Mylapore Im ersten Stock befindet sich unsere Wohnung. Und es ist immer wieder eine herausvorderung an all den Bauteilen vorbei zu kommen. Im ersten Stock befindet sich unsere Wohnung. Und es ist immer wieder eine herausvorderung an all den Bauteilen vorbei zu kommen. Einer unserer Mitbewohner. Eine Aufräumaktion im Wohnzimmer Mein neues Bettchen. Die uns liebevoll hinterlassenen Anziehsachen Der Tempel gleich neben unserem zu Hause

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.